GALERIE LICHTPUNKT  -  AMBACHER CONTEMPORARY  - Open: Di-Sa 15-19 h /Tue-Sa 3-7 pm, and by appointment
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EKKEHARD TISCHENDORF


1976 geboren in Dresden, lebt in Dresden


1995  
Abitur in Dresden
1995-1998  
Restaurierungstätigkeit für Wandmalerei und historische Architekturfarbigkeit
1998-2003  
Studium der Malerei und Grafik
  
an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig
  
Fachklasse für Malerei - Prof. Arno Rink
2003  
Diplom
2003/2004  
Aufbausemester für Lithographie
  
an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig
  
bei Prof. Rolf Münzner
2004-2006  
Werkstatt Plettenberg - Stipendium; Arbeitsaufenthalt Plettenberg, NRW




Ekkehard Tischendorf, "Reflex", 2005
Öl/Acryl auf Leinwand, 115x130cm


Einzel-, Gruppenausstellungen und Messen

Aktuelle Ausstellung

09.09. - 31.10.2006   
"EMOTIONEN" – Aktuelle Malerei - Leipziger Schule
GALERIE LICHTPUNKT - The Munich Art Gallery, Einzelausstellung

Andere (Auszüge)

2006    Marilyn Monroe – Legende, Mythos und Ikone,
           Kunsthaus Hamburg, (Ausstellungsbeteiligung)
2006    Kunstmesse Art Paris
2006    LEVY 1st. VIEW, „Aktuelle Positionen und Tendenzen“,
           Galerie Levy Hamburg
2006    "Purple Rain", Galerie QUARTIER, Leipzig

2005    Kunstmesse, 39. Art Cologne
2005    „Grosse Kunstausstellung Halle (Saale) 2005“,
            Kunsthalle Villa Kobe Halle (Saale)
2005    „Grosse Sächsische Kunstausstellung 2005“, Leipzig
2005    „Ausblick ins Gestern“, Grosse Jubiläumsausstellung –
            20 Jahre Plettenberg Stipendium, Plettenberg, NRW
2005    „3 x TISCHENDORF“, Kleine Galerie-Rathaus Döbeln
2005    „Neue Bilder“, Kanzlei Röthig, Wilkau-Haßlau/Zwickau
2005    „Neue Bilder“, Rölfs WP Partner AG, Leipzig und Berlin

2004    „Jugendpräzision“, Ausstellung der Werkstatt Plettenberg,
            Ekkehard Tischendorf - Malerei
2004    LDIC-Lemke Diagnostics GmbH, Volkersdorf, Dresden
2004    Städtische Hauptbibliothek, World Trade Center Dresden
2004    Stipendiatenausstellung,
            Werkstatt Plettenberg - Stipendium, Plettenberg
2004    „Drei junge Leipziger“, Galerie Jürgensen,
            Oetjendorf, Hamburg
2004    Stipendien- Bewerberausstellung,
            Werkstatt Plettenberg - Stipendium,
            Plettenberg, Nordrhein Westfalen

2003    factoring.plus.AG, Leipzig
2003    Röllfs WP Partner AG, Leipzig
2003    Galeriewerk Dresden
2003    Diplomausstellung, HGB Leipzig

2001    Oberlandesgericht Dresden
            „Tischendorf“ - Familienausstellung




Ekkehard Tischendorf, "Nullpunkt", 2006
Öl/Acryl auf Leinwand, 80x60cm
Privatsammlung Stemmler, München



Zum Werk von
Ekkehard Tischendorf – malerische Lust und die Liebe zum Bild

Manchmal wiegt die Last des Ruhmes schwer. Besonders, wenn man jung ist und eigentlich mehr zufällig an der Erfolgsgeschichte teilhat. So fiel das Studium von Ekkehard Tischendorf (29) von 1998 bis 2003 an der Leipziger Kunsthochschule bei Arno Rink in die Zeit, als sich das Label "Leipziger Schule" formierte. Labels aber erzeugen Erwartung und lassen jungen Künstlern wenig Freiraum. Deshalb kam Tischendorf ein Arbeitsstipendium im Sauerländischen Plettenberg gerade recht. Hier hat sich der Dresdener von Vorbildern befreit und einen überzeugenden Malstil entwickelt, in dem sich Figuration und Abstraktion die Waage halten.

Die Bildwelten des Ekkehard Tischendorf kommen uns bekannt vor. Beispielhaft soll das "Führwasser" seine Wahrnehmungen und Aussagen aufzeigen. In den Bildraum hineingestellt werden Boote und Gebautes, daneben Natur. Collagenartig erscheinen die verschiedenen Bildteile - aber sie haben starke Beziehungen zueinander. Mit malerischer Kraft wird eine Harmonie aufgebaut: der Bildraum füllt sich zu einem, in den man eintauchen möchte; malerische Lust verspürt man, Liebe zum Bild.
Eine Harmonie, die der Wirklichkeit so gar nicht entsprechen will. Um was geht es denn eigentlich? Boote und Wasser, dazu Gebautes. Es ist eigentlich eine künstliche Welt - eine, die in uns Empfindungen der Ferne auslöst. Man möchte sich öffnen - das Bild lädt ein - es lockt...

Neo Rauch - ein großes Vorbild für Ekkehard Tischendorf - sagte in einem Interview im MDR anläßlich seiner Ausstellung "Monumente der Melancholie" in der Wolfsburger Kunsthalle: "Ich baue auf dieses altväterliche und von vielen Seiten her beschmunzelte Prinzip der Inspiration und halte es da mit Caspar David Friedrich, von dem ja der schöne Satz stammt, dass man die Dinge malen sollte, die man vor sich sieht und die Dinge, die man in sich sieht. Wenn man aber nichts in sich sehen würde, sollte man sich auch das Malen des Vorsichliegenden verbieten". Ekkehard Tischendorf malt auch aus seinem Innersten heraus. Hier ist er vielleicht ein Romantiker wie Rauch. Er sieht die Menschen als soziale Wesen in Ihrer Umwelt. Sie befremden ihn, weil sie ihrer Umwelt fremd sind - und so sind sie fremd, wenn sie in seinem Bildraum stehen. Fremd und doch vertraut. Es sind am Ende Menschen mit allen Möglichkeiten.

... aus dem Katalog Ekkehard Tischendorf "Jugendpräzision"
Herausgeber: Werkstatt Plettenberg, Kreis zur Förderung der Bildenden Kunst e.V.
Text: Hartmut Engelkemeier, 1. Vorsitzender Werkstatt Plettenberg, im April 2005.

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